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Vitamin C

Vitamin C, ein Multitalent für unsere Gesundheit

 

Vitamin C, auch bekannt als Ascorbinsäure, ist eines der bekanntesten und wichtigsten wasserlöslichen Vitamine für den menschlichen Körper. Es kann nicht selbst produziert werden und muss daher über die Nahrung aufgenommen werden. 

Im Gegensatz zum Menschen können die meisten Tiere Vitamin C selbst herstellen – und zwar aus Glukose in der Leber. Das liegt daran, dass sie ein funktionierendes Enzym namens Gulonolacton-Oxidase (GULO) besitzen, das den letzten Schritt der Vitamin-C-Synthese ermöglicht. Einige Tiere steigern ihre Vitamin-C-Produktion bei Stress oder Krankheit ( um 100mg/kg Körpergewicht), ein cleverer biologischer Schutzmechanismus.


Wo wird Vitamin C hauptsächlich aufgenommen?

-Im oberen Dünndarm. genauer gesagt um Duodenum, dem Zwölffingerdarm. Die Art der Aufnahme hängt von der Menge ab.

Aktiver Transport findet bei niedrigen Konzentrationen über spezielle Transportproteine statt.

Passive Diffusion findet bei höheren Dosen statt, sobald die Transporter gesättigt sind, diffundiert Vitamin C einfach durch die Zellmembran.

Bei der oralen Einnahme von Vitamin C sinkt die Resorptionsrate mit steigender Dosis deutlich. Der Körper schützt sich vor einem „Zuviel“ und nimmt nur begrenzte Mengen über den Darm auf. Bei einer Dosis von z. B. 12 g werden nur etwa 16 % tatsächlich aufgenommen.


Unterschied oraler Vitamin C Einnahme zur Vitamin C Infusion:

MerkmalOrale EinnahmeInfusion (intravenös), direkt ins Blut
Bioverfügbarkeit15–90 % (dosisabhängig)Nahezu 100 % Bioverfügbarkeit
Aufnahmeweg                       Darm                                        Blutkreislauf, keine Verluste durch Verdauung
Max. wirksame Dosisca. 200–250 mgbis zu 15 g pro Sitzung
NebenwirkungenMagen-Darm-Beschwerden                                   selten, bei Überdosierung
AnwendungAlltag, PräventionTherapie, gezielte Wirkung, Infektion, Stress

Wichtigste Stoffwechselvorgänge, an denen Vitamin C beteiligt ist:

Prozess / FunktionBeteiligung von Vitamin CBedeutung für den Körper

Kollagensynthese

Cofaktor für Prolyl- und Lysylhydroxylasen                        Aufbau von Haut, Blutgefäßen, Knochen

Carnitinbiosynthese

Cofaktor bei zwei Hydroxylierungsschritten                         Energieproduktion in den Mitochondrien

Tyrosinmetabolismus

Unterstützt Enzyme bei der Umwandlung von Tyrosin      Bildung von Neurotransmittern

Neurotransmittersynthese

Fördert Umwandlung von Dopamin zu NoradrenalinStressreaktion, Konzentration, Stimmung

Antioxidativer Schutz

Neutralisiert freie Radikale                                             Zellschutz, Anti-Aging, Immunabwehr
EisenresorptionReduziert dreiwertiges zu zweiwertigem EisenVerbesserung der Eisenaufnahme im Darm

Immunsystemaktivierung

Fördert Funktion von Leukozyten und Interferonen          Abwehr von Krankheitserregern

Regeneration von Vitamin E

Reduziert oxidiertes Vitamin E                                         Erhalt der antioxidativen Wirkung

Hemmung von Nitrosaminbildung

Reagiert mit Nitrit im MagenSchutz vor krebserregenden Verbindungen
 

Tagesbedarf (laut DGE)

Diese Zufuhrempfehlungen gelten für gesunde Personen:

GruppeBedarf pro Tag

Erwachsene

Männer

Frauen                                        

95–110 mg

110mg

95mg                                           

Schwangere105 mg
Stillende125 mg
Raucher135–150 mg

Bei vielen Erkrankungen entsteht ein Mehrbedarf an Vitamin C und die Blutspiegel sind nachweislich signifikant erniedrigt, z. B.:

  • Akute Infektionen

  • COVID 19

  • Onkologische Erkrankungen

  • Neuronale Erkrankungen

  • Migräne

  • Chronisch entzündliche Erkrankungen


Vitamin C Mangel und oxidativer Stress, ein gefährlicher Kreislauf:

Ein Mangel an Vitamin C kann den Körper anfälliger für oxidativen Stress machen und umgekehrt kann oxidativer Stress den Vitamin C Spiegel weiter senken. Das führt zu einem Teufelskreis mit potenziell weitreichenden gesundheitlichen Folgen.

ZusammenhangWirkung im Körper
Vitamin C als Antioxidans                                                       Fängt freie Radikale ab und schützt Zellen vor Schäden
Oxidativer Stress verbraucht Vit. CErhöhter Bedarf bei Entzündungen, Stress, UV-Strahlung etc.
Vitamin-C-MangelSchwächt antioxidative Abwehr, fördert Zellschäden
Folgen für Organe & GewebeBeeinträchtigung von Haut, Immunsystem, Nerven, Knochen, Gefäßen

 

Symptome bei Vitamin C Mangel:

  • Schmerzen

  • Wundheilungsstörungen

  • Reduzierte Stresstoleranz

  • Depressionen

  • Erhöhte Infektanfälligkeit

  • Müdigkeit

  • Hautprobleme

     

Terminbuchung Vitamin C Infusion                                                                               

                                            

 

 

 


Lebensmittel mit hohem Vitamin C Gehalt:

  • Acerola Kirsche, schwarze Johannisbeere, Petersilie (frisch), Rote Paprika (roh), Grünkohl (roh), Brokkoli, Kiwi Rosenkohl, Erdbeeren, Orangen, Zitronen

Vitamin C ist hitze- und lichtempfindlich, deshalb möglichst roh genießen oder nur kurz dünsten.


Zwei Rezepte mit reichlich Vitamin C:

1. Sanddorn-Orange-Ingwer-Smoothie

Zutaten: 

Sanddornsaft, frische Orange, Ingwer, Möhre, Honig

Alles mixen, nach Geschmack mit Wasser oder Eiswürfeln strecken, ein wahres Antioxidans-Paket und ein Booster für das Immunsystem und die Haut.


2. Brokkoli-Kartoffel-Curry

Zutaten

 

Frischer Brokkoli, Kartoffeln, Kokosmilch, Kurkuma, Pfeffer 

Tipp: Brokkoli nur kurz blanchieren – so bleibt das Vitamin C erhalten!